Kommunikation bricht weg

Kommunikation? Was ist damit gemeint? Ganz einfach: die Telefon- und Handy-Netze sowie das Internet.

Bei einem länger anhaltenden Stromausfall werden auch schon recht bald die Funkmasten der Mobilfunkbetreiber keine Signale mehr verarbeiten können. Vielfach ist auch die Festnetztelefonie betroffen. Wer noch einen analogen Anschluss hat, könnte Glück haben. Denn das klassische Telefonnetz hat eine vom Stromnetz unabhängige Energieversorgung, es wird mit 5 Volt gespeist. Alle anderen Leute mit Ihren Routern, den VoIP- und DECT-Geräte sowie schnurlosen Telefonen sehen dann alt aus.

Auch wenn die Handy- und Telefonnetze noch funktionieren wĂĽrden, wären bei einem längerfristigen Stromausfall bald die Akkus der Geräte leer. Hierzu wäre es ratsam, sich ein paar voll geladenen Powerbanks bereitzulegen. Auch eine Option wäre eine Solar-Ladestation – entweder zum direkten Laden der Geräte oder eben zum Wiederaufladen der Powerbanks.

Schon mal einen Gedanken weiter gedacht: Was könnte noch so passieren? Ausfall der Notrufe fĂĽr Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei (keine Hilfe im Notfall) – also frĂĽher schon an später denken und sich auch auf diese Fälle vorbereiten! Bildet unbedingt in eurem Wohnort ein Netzwerk zur gegenseitigen Hilfeleistung. Dabei sollten eben auch mindestens ein Arzt und auch mindestens ein Rettungs-/Notfallsanitäter (militärisch EEH-B, EEH-C) dabei sein. FĂĽr den Brandfall muss eben ein Gefährt mit einem Stromgenerator, mindestens einem 1.000 Liter IBC Wasser und einem Hochdruck-SprĂĽhgerät sowie idealerweise einem langen Schlauch ausgestattet werden.

Sinnvolle Alternativen im Ausfall der Handy-/Telefonnetze

Das allerwichtigste für einen Menschen im Krisen- und Katastrophenfall ist die Familie. Wenn man gerade arbeiten ist und die anderen Familienangehörigen nicht mehr telefonisch erreichen kann (evtl. auch nicht mal mehr per E-mail, weil das Internet zusammengebrochen ist), ist es das Schlimmste überhaupt.

Darum sollte man mit allen Familienmitgliedern einen Plan ausarbeiten, was in den verschiedenen Situationen zu tun ist (z.B. Stromausfall, Eintritt Kriegsfall, Hochwasser, massives Unwetter etc.). Hier mal fĂĽr den Stromausfall:

  • Wer zuhause ist: Wasser sichern (Wanne voll machen, Töpfe, Kannen, Eimer, SchĂĽsseln), solange es noch geht.
  • Wer unterwegs ist: Lebensmittel holen, soviel man kriegen und transportieren kann
  • Kinder im Kindergarten, Hort, Schule: nicht auf die Erzieher/Lehrer hören und sich sofort nach Hause begeben
  • Wenn das Zuhause nicht sicher ist: Alternativer Treffpunkt (bei Verwandten, Freunden, im Strebergarten?)
  • Die Eltern sollten Funkgeräte im Auto (jeder eins pro Auto) sowie zuhause haben (fĂĽr Kinder nicht ratsam). Die kleinen Baofeng UV-5R sind preiswert und kommen viel weiter als die klassischen LPD-/PMR-Funkgeräte. Einigt euch auf feste Zeitpunkte und eine bis max. drei Frequenzen, wann ihr euch anfunkt. Gebt auch euren besten Freunden im Ort eins und weiht sie in eure Notfallpläne ein.
  • Euer Netzwerk: Auch mit euren Netzwerkpartnern solltet ihr solche Zeiten und Frequenzen zum Zusammenfunken ausmachen. Wählt am Anfang erstmal die Frequenzen aus den PMR-/LPD- und Freefunk-Kanälen aus. Später bei einem Totalzusammenbruch ist es dann Rille, ob man davon abweicht, da es dann weder ĂĽberwacht noch geahndet werden wird.

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